Gefühle. Wie die Wissenschaft sie erklärt by Martin Hartmann

By Martin Hartmann

Kurzbeschreibung

Gefühle sind im Gespräch, ob von emotionaler Intelligenz die Rede ist oder von der emotionalen Wende der Philosophie. Dabei stand für die Philosophie lange die Vernunft des Menschen im Mittelpunkt. In der griechischen Stoa hieß es: "Der Weise ist ohne Affekt." Heute jedoch sind Gefühle eine Schlüsselkategorie der Human- und Naturwissenschaften. Martin Hartmann beschreibt die Entwicklung dorthin seit dem Ende des 19. Jahrhunderts und erläutert, wie in Philosophie und Kognitionswissenschaft Gefühle zusehends als "vernünftig" oder "rational " definiert werden. Aber auch psychologische und neurowissenschaftliche Ansätze kommen zu Wort. So bietet er eine spannende Reise durch die wissenschaftliche Erforschung und Bewertung der Gefühle, die uns erst zu Menschen machen.

Über den Autor

Martin Hartmann, Dr. phil., ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Philosophie der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am major.

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Durch welche Umweltreize diese Muster aber wachgerufen werden, das ist nicht auch noch von Geburt an festgelegt, und so können dann feststehende Elemente mit einer gewissen Variabilität vereint werden. In einem nächsten Schritt soll es nun zunächst darum gehen, Richtungen der Gefühlsanalyse vorzustellen, die auf die eine oder andere Weise mit James gebrochen haben. Cannons Kritik: Furcht und Wut beschleunigen den Herzschlag Für James bestehen Gefühle hauptsächlich aus der Wahrnehmung körperlicher Prozesse.

Intentionalität geht damit im Rahmen dieser Ansätze eine unmittelbare Verbindung mit den kognitiven Komponenten ein, die für Gefühle kennzeichnend sein sollen (Gordon 1987, S. 38). Es sei nur angemerkt, dass in diesem Zusammenhang natürlich viel an dem jeweils zugrunde gelegten Konzept von Kognition hängt. Wenn man beispielsweise davon ausgeht, dass jede Form von Kognition sprachlich strukturiert ist, dann könnte das implizieren, dass sich Kleinkinder, die über keine Sprache verfügen, nicht intentional auf Gegenstände richten können und damit auch ohne Gefühle auskommen müssen.

Diese theoretischen Kontexte wiederum unterscheiden sich selbst bei gleicher kognitivistischer Ausrichtung beträchtlich, so dass man keinesfalls von einer einheitlichen Strömung des Kognitivismus sprechen kann. Dennoch gibt es Ähnlichkeiten: Kognitivistische Ansätze gehen davon aus, dass Gefühle intrinsisch mit kognitiven Komponenten wie Überzeugungen, Urteilen oder Bewertungen verbunden sind. Diese kognitiven Komponenten fungieren nicht bloß als mögliche kausale Ursache eines Gefühls, sie sind vielmehr wesentlicher Bestandteil des Gefühls, sie sind in ihrer Spezifität nötig, um ein Gefühl als Gefühl zu identifizieren und um das eine Gefühl vom anderen abzugrenzen.

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